Hier ist Pop reiner Pop, hier ist Pop perfekt. Mächtige Streichersätze blasen harmlose Melodien zu krachenden Schnulzen auf, zuckrige Keyboard-Sätze klimpern ins Ohr, und über allem schwebt die Drei-Oktaven-Stimme der Houston. Dank dieser Stimme ist Whitney schon wieder viel zu schade für den Fahrstuhl oder den Supermarkt: Alles, alles kann sie singen -- und immer wenn man gerade denkt, dass das schon wirklich irre klingt, was sie da hören lässt, packt sie noch einen Ton drauf. Selbstverständlich sind die Texte völlig nichtig, aber nur ganz selten wurden Nichtigkeiten so beeindruckend verpackt. Gäbe es eine Universität für Popmusik, dieses Album könnte als Lehrstück ein ganzes Semester füllen. --Michael Ebert